Freitag, 2. Dezember 2011

Speer 2011

Vor Jahren war ich einmal auf dem Speer (1950 Meter über Meer). Da ich damals noch sehr jung war, konnte ich die Aussicht gar nicht richtig wertschätzen. Aus diesem Grund unternahm ich mit meinem Kumpel Pete aus England und Charlie, dem Hund meines Nachbarn einen kleinen Wanderausflug, um die Erinnerung aufzufrischen, abzuschalten und einem Fotographen ein paar neue Motive zu zeigen.

Früh um sieben gings los. Leider konnten wir wegen eines blöden Fahrverbots nicht bis zum letzten Parkplatz fahren und mussten daher schon früh das Auto verlassen und zu Fuss gehen. Da wir dies sowiso vor hatten, waren die zusätzlichen 7-8 Kilometer eher eine Aufwärmphase bevor es richtig steil wurde.

Bei schönem Wetter und Sonnenaufgang...









...wurden wir herzlich zu unserem Abenteuer begrüsst.








Manchmal gleicht Charlie mehr einer Wasserratte...



...er hatte an den vielen Brunnen und Flüssen seinen Spass.









...



Bevor es zum erstenmal so richtig steil wurde genossen wir die schöne Landschaft.






 Nach dem ersten Steilhang und ein paar Schweissperlen..

 ...assen wir erst mal Frühstück, und...









...spielten mit Charlie.
 Unser Ziel konnten wir bereits sehen...








...aber auch den Weg den wir zu bewähltigen haben. Ca. 500 Höhenmeter... :-(



















Doch die herrliche Aussicht die wir jetzt bereits haben, lässt uns hoffen, dass wir entsprechend Belohnt werden, falls wir den Gipfel erreichen...;-/










Die Perspektive ändert sich...




...und die Aussicht auch.
Gegen Mittag erreichten wir den Pass und konnten zur Linthebene sehen. Von hier aus waren es noch 25min bis zum Gipfel. Die Luft wurde dünner, wenn auch windiger. 
Langsam begannen wir denjenigen zu verfluchen, dessen Idee es war, hier hoch zu klettern;-)
Allein dieses Bild, war die Wanderung wert. Wir Schweizer wissen manchmal nicht, wie schön wir es hier haben.
Freundliche Berg Dolen hiessen uns auf dem Gipfel willkommen.
Sichtlich geschaft aber mit guter Laune und einem erhabenen Gefühl setzten wir uns auf die Bänke...
... und genossen die herrliche Aussicht auf den Zürichsee. (Obwohl wir ihn kaum sahen... :-(
Trotz des heftigen Windes, (siehe Foto oben) war die Aussicht, ich muss es wiederholen, atemberaubend.



Die Churfirsten im Hintergrund.
Eine Alphütte in der Ferne.
Auch andere hatten die Idee sich dem Höhenrausch hinzugeben.









In der Ferne erblickten wir unteranderem den Rigi und den Pilatus.

Die Panoramas können nur einen Teil der Schönheit wiedergeben. (ca. 180 Grad)




Auch Charlie kriegte die sauerstoffarme Höhenluft zu spühren. Ab ca. 1500 Meter war der sonst spielverrückte Parson Russel nur noch sehr leise und inaktiv. Wie man an seiner Schwanzhaltung deutlich sehen kann.
 

 Wie man sich eine Bergspitze vorstellt. Zwei Meter weiter rechts ging es einige hundert Meter ins Tal hinunter. Der Speer ist laut meinem Begleiter, welcher Geologie studiert hat, der 2. höchste Nagelfluh Berg der Welt und der höchste in Europa!
Fühlte mich daher ein wenig Stolz... ;-)
 Nur wenige Kilometer entfernt herrschen ganz andere geologische Aktivitäten.
 Als wir unser Bergmittagessen einwenig unter dem Gipfel im Windschatten assen, gelang meinem Kumpel ein schönes HDR Bild. Die Wolken erhalten allerdings zu viel Kontrast..
 Man glaubt es kaum, aber der Abstieg kann auch sehr anstrengend sein. Man kriegt weiche Knie und schmerzende Zehen. Die Knie werden wie Gummi und beginnen zu zittern.
Charlie allerdings fühlt sich wieder wohler.
 Der Abstieg kann sehr gefährlich werden. Man muss sich immer konzentrieren um bei der aufkommenden physischen wie psychischen Müdigkeit keinen Fehltritt zu tun.

 Gegen 6 Uhr abends kommen wir dem Auto wieder näher und schauen noch einmal ungläubig zurück. Was? Da oben waren wir?



Sehr erschöpft aber mit einer gelassenen Befriedigung kehrten wir nach Hause zurück. Ich habe lange nicht mehr so gut und lange geschlafen wie in der folgenden Nacht. Das kleine Abenteuer hat sich gelohnt und ich werde es nächstes Jahr bestimmt fortsetzen.





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